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THW-Bergungsteam in Venezuela

Schnelle Hilfe nach Erdbeben

Stand: 3. Juli 2026

Im Einsatz, um zu helfen

Überlebende suchen, Verschüttete aus Trümmern retten, internationale Rettungsmaßnahmen koordinieren: Der rund einwöchige Einsatz der Schnell-Einsatz-Einheit Bergung Ausland (SEEBA) des THW nach den verheerenden Erdbeben in Venezuela war voller Herausforderungen. Denn großflächig waren Häuser kollabiert, die Versorgung mit Wasser und Strom zusammengebrochen, befürchtet werden zehntausende Tote.

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Einsatzkräfte und Rettungshunde sind im Erdbebengebiet im Einsatz

Nach Erdbeben muss Hilfe schnell kommen. Für die ehrenamtlichen THW-Einsatzkräfte bedeutet das: Den Alltag sofort hinter sich lassen und aufbrechen, um sich für Menschen in Not einzusetzen. Rund sieben Stunden nach dem internationalen Hilfeersuchen der venezolanischen Regierung war die SEEBA in Köln bereits komplett versammelt. Nach weiteren rund 27 Stunden war das THW-Team dann im Erdbebengebiet – mit 48 Einsatzkräften, Such- und Rettungshunden sowie dem benötigten Material.

Moment der Hoffnung

An vielen Einsatzstellen suchten die THW-Kräfte nach Verschütteten, an einer konnten sie durch Klopfzeichen Kontakt zu einer Person aufnehmen. Sofort begann eine stundenlange, hochkomplexe Rettungsaktion – getragen von der Hoffnung, ein Leben retten zu können.

Im Verlauf des Einsatzes verstummten die Lebenszeichen. Zur fachlichen Absicherung der Lage wurde ein niederländisches Rettungsteam hinzugezogen. Gemeinsam mussten die Einsatzkräfte letztlich feststellen, dass eine Lebendrettung nicht mehr möglich war. Damit hatte der Einsatz nicht den erhofften Ausgang genommen. Immerhin hat er aber den Angehörigen Gewissheit über das Schicksal der vermissten Person gegeben.

THW-Präsidentin Sabine Lackner

Nur wenige Stunden nach Landung konnten wir mit der Suche beginnen. Damit wir keine wertvolle Zeit verlieren, arbeiten unsere THW-Kräfte im Schichtsystem. So können wir rund um die Uhr nach Verschütteten suchen.

THW-Präsidentin Sabine Lackner

Koordinierung von Rettungsteams

Damit Rettungsmaßnahmen möglichst erfolgsversprechend sind, müssen alle Bergungsteams im Einsatzgebiet gut aufeinander abgestimmt sein. Die SEEBA hatte dabei eine wichtige Aufgabe: Sie koordinierte die Rettungsarbeiten gemeinsam mit einer spanischen Einheit in einem Gebiet nördlich von Caracas. Hier arbeiteten neben dem THW-Rettungsteam weitere neun Einheiten aus acht Ländern mit insgesamt knapp 400 Einsatzkräften und 40 Hunden.

Diese Aufgabe erfordert neben hoher fachlicher Kompetenz vor allem Übersicht, Belastbarkeit und Einsatzerfahrung über Sprachbarrieren hinweg. Dass dem THW diese verantwortungsvolle Rolle zugeteilt wurde, unterstreicht einmal mehr die große Anerkennung der Organisation im internationalen Kontext.

SEEBA beendet Einsatz

Nach sechs Tagen ununterbrochenem Einsatz im Schichtbetrieb hat die SEEBA ihren Einsatz in Abstimmung mit den venezolanischen Partnern beendet. Die Suche nach weiteren Überlebenden hat vor Ort angesichts der seit den Erdbeben verstrichenen Zeit und der hohen Temperaturen nahezu keine Aussicht mehr auf Erfolg. Nun rücken Räumungs- und erste Wiederaufbauarbeiten in den Fokus. Auch andere internationale Rettungsteams planen ihre Abreise oder sind bereits abgereist.

Vor der Abreise besuchte die venezolanische Übergangspräsidentin Delcy Rodríguez die THW-Kräfte und dankte ihnen für den unermüdlichen Einsatz.

Das THW hinterlässt dem venezolanischen Roten Kreuz fünf Tonnen Material wie etwa Zelte oder Stromerzeuger im Wert von insgesamt ca. 330.000 Euro. Das Material wird nun in einem Feldhospital vor Ort genutzt. Weiterhin hat ein lokales Krankenhaus vom THW Medikamente übernommen.

Rückkehr nach Deutschland

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Mit Bundeswehr-Flugzeugen ist die SEEBA nach ihrem rund einwöchigen Einsatz wieder wohlbehalten in Wunstorf in Niedersachsen gelandet.

Klicken zum Ausklappen: Der THW-Einsatz in Zahlen

- Einsatz einer Schnell-Einsatz-Einheit Bergung Ausland mit 48 ehrenamtlichen THW-Helferinnen und -Helfern - Rund einwöchiger ununterbrochener Dauereinsatz der SEEBA - Botschaftsunterstützung durch zwei THW-Einsatzkräfte - Vier ausgebildete Rettungshunde - 15 Tonnen Material für Ortung und Bergung - Fünf Tonnen des THW-Materials im Wert von rund 330.000 Euro verbleiben im Land, beispielsweise Zelte, Stromerzeuger und Medikamente - Rund sieben Stunden nach dem internationalen Hilfeersuchen war die SEEBA in Köln versammelt, nach weiteren rund 27 Stunden im Erdbebengebiet

Finanziert wird der THW-Einsatz in Venezuela durch das Auswärtige Amt.

Anreise & Eintreffen in Caracas

Die ehrenamtlichen SEEBA-Kräfte sind innerhalb von zehn Stunden nach der Alarmierung abflugbereit. Möglich ist das nur, weil alles für den Einsatz vorbereitet ist: Die Einsatzkräfte haben ihre Reisetasche für den Ernstfall immer gepackt. Das nötige Einsatzmaterial liegt in einem THW-Logistikzentrum – jederzeit bereit für den Transport.

Vor dem Erdbeben-Einsatz in Venezuela hatte sich die SEEBA im THW-Ortsverband in Köln-Porz zusammengefunden. Hier gab es wichtige Lageinformationen, einen letzten Medizincheck für Mensch und Tier sowie die Gepäckabfertigung. Von Wunstorf in Niedersachsen startete dann der Flug ins Einsatzgebiet mit zwei Bundeswehr-Flugzeugen.

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Mit Hunden und Material nach Venezuela: So ist die SEEBA angereist

Direkt nach der Ankunft begann das Team mit der Erkundung möglicher Einsatzstellen in der Küstenstadt Caraballeda. Die entscheidende Frage dabei: Wo ist es am wahrscheinlichsten, Überlebende zu finden? Parallel richtete ein weiterer Teil des Teams die mobile Unterkunft – die sogenannte "Base of Operation" – ein.

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Ankunft in Venezuela und erster Einsatzauftrag

Team zur Botschaftsunterstützung

Vor der SEEBA war bereits ein zweiköpfiges THW-Team zur Botschaftsunterstützung nach Venezuela gereist. Das Team half, die SEEBA-Einreise gemeinsam mit der Botschaft zu organisieren, unter anderem durch die Bereitstellung von Transportkapazitäten. Die waren nötig, damit die THW-Bergungsexpertinnen und Bergungsexperten vom Flughafen zum Unterkunftsgelände und ins Einsatzgebiet kommen konnten.

Darüber hinaus begutachtete das Botschaftsunterstützungs-Team Gebäude der Botschaft auf deren Zustand. Das Team übergab zudem Hilfsgüter an ein Krankenhaus und half die Einreise eines medizinischen Soforthilfe-Teams der Johanniter Unfallhilfe zu koordinieren.

Expertise im Orten, Retten & Bergen

Die ehrenamtlichen Einsatzkräfte des THW sind bestens ausgebildet, um auch in unübersichtlichen Katastrophengebieten zuverlässig und effizient zu arbeiten. Durch regelmäßige Übungen bereitet sich die SEEBA auf viele verschiedene und herausfordernde Situationen vor. Auch die Such- und Rettungshunde durchlaufen umfangreiche Ausbildungen und regelmäßige Trainings, um im Einsatz schnell Verschüttete zu finden.

Die SEEBA ist vor allem auf die Suche und Rettung von Personen nach schweren Erdbeben in städtischen Gebieten spezialisiert. Neben Hunden setzt die Einheit dabei auch moderne Ortungstechnik ein, wie beispielsweise Spezialkameras. Darüber hinaus übernimmt sie die Bergung von Toten und Sachwerten, berät örtliche Stellen und erkundet weitere Hilfsmöglichkeiten.

Die SEEBA-Kräfte sind innerhalb von zehn Stunden nach Alarmierung abflugbereit. Im Auftrag der Bundesregierung ist die Einheit weltweit einsetzbar. Vor Ort ist die Einheit autark und kann sich bis zu zehn Tage eigenständig versorgen. Die Such- und Rettungsmaßnahmen der SEEBA finden im Zwei-Schicht-System statt. So kann das Team eine Woche lang ununterbrochen nach Überlebenden suchen.

THW-Einsatz nach dem Erdbeben in der Türkei 2023

Seit 2007 ist die SEEBA als Team international klassifiziert und hat unter Beweis gestellt, dass sie den Qualitätskriterien der International Search and Rescue Advisory Group (INSARAG) der Vereinten Nationen entspricht.

In vielen Auslandseinsätzen konnte die Einheit ihre Fähigkeiten bereits einsetzen und Menschen helfen, zum Beispiel nach der verheerenden Explosion im Hafen von Beirut (2020) oder dem schweren Erdbeben in der Türkei (2023).

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vertreten durch die Präsidentin Sabine Lackner. Inhaltlich verantwortlich im Sinne des § 18 Abs. 2 MStV: Julia Dehn, Referat EA2 (Öffentlichkeitsarbeit) (zu erreichen unter den obigen Kontaktdaten) USt-ID: DE 811 399 767 Redaktion: David Klomfaß-Kortenbruck, Sven Theelen Technik: Codevise Solutions GmbH Deutz-Mülheimer Straße 119 D-51063 Köln Hinweis: Die Inhalte der Internetseiten von www.story.thw.de sollen den Zugang zu den grundlegenden Informationen über die Bundesanstalt THW erleichtern. Auf die Richtigkeit, Aktualität, Vollständigkeit, Verständlichkeit und jederzeitige Verfügbarkeit der bereitgestellten Informationen wird sorgfältig geachtet. Dennoch sind folgende Einschränkungen zu machen: Inhalte anderweitiger Anbieter: Die auf diesen Seiten vorhandenen Links (soweit vorhanden) zu Inhalten von Internetseiten Dritter ("fremden Inhalten") wurden durch die Redaktion des Technischen Hilfswerks nach bestem Wissen und unter Beachtung größtmöglicher Sorgfalt erstellt und vermitteln lediglich den Zugang zu „fremden Inhalten“. Dabei wurde auf die Vertrauenswürdigkeit dritter Anbieter und die Fehlerfreiheit sowie Rechtmäßigkeit der "fremden Inhalte" besonders geachtet. Da jedoch der Inhalt von Internetseiten dynamisch ist und sich jederzeit ändern kann, ist eine stetige Einzelfallprüfung sämtlicher Inhalte, auf die ein Link erstellt wurde, nicht in jedem Fall möglich. Das THW macht sich deshalb den Inhalt von Internetseiten Dritter, die mit der eigenen Internetpräsenz verlinkt sind, insoweit ausdrücklich nicht zu eigen. Für Schäden aus der Nutzung oder Nichtnutzung "fremder Inhalte" haftet ausschließlich der jeweilige Anbieter der Seite, auf die verwiesen wurde. Eigene Inhalte: Soweit die auf diesen Seiten eingestellten Inhalte Rechtsvorschriften, amtliche Hinweise, Empfehlungen oder Auskünfte enthalten, sind sie nach bestem Wissen und unter Beachtung größtmöglicher Sorgfalt erstellt. Bei Unstimmigkeiten gilt jedoch ausschließlich die aktuelle amtliche Fassung, wie sie im dafür vorgesehenen amtlichen Verkündungsorgan veröffentlicht ist. Etwaige rechtliche Hinweise, Empfehlungen und Auskünfte sind unverbindlich; eine Rechtsberatung findet nicht statt. Für das bereitgestellte Informationsangebot gilt folgende Haftungsbeschränkung: Das THW haftet nicht für Schäden, die durch die Nutzung oder Nichtnutzung angebotener Informationen entstehen. Für etwaige Schäden, die beim Aufrufen oder Herunterladen von Daten durch Computerviren oder der Installation oder Nutzung von Software verursacht werden, wird nicht gehaftet. Fehlermeldungen: Die Redaktion bittet die Nutzer von www.story.thw.de, auf rechtswidrige oder fehlerhafte Inhalte Dritter, zu denen in der Internetpräsenz ein Link unterhalten wird, ggf. aufmerksam zu machen. Ebenso wird um eine Nachricht unter der angegebenen Kontaktadresse gebeten, wenn eigene Inhalte nicht fehlerfrei, aktuell, vollständig und verständlich sind. Urheberrecht: Das Copyright für Texte und Bilder liegt, soweit nicht anders vermerkt, bei der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk (THW-Leitung). Auf den THW-Webseiten zur Verfügung gestellte Texte, Textteile, Grafiken, Tabellen oder Bildmaterialien dürfen ohne vorherige Zustimmung des THW nicht vervielfältigt, nicht verbreitet und nicht ausgestellt werden.

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